
Wie sicherlich einige von Euch mitbekommen haben bin ich 2007 bei der Weltmeisterschaft in Osaka gestürzt. Viele Gedanken und Fragen schossen danach durch meinen Kopf und ließen mich Dank meiner Freunde und Familie auch schnell wieder los. Dennoch blicke ich ein letztes Mal zurück und versuche Euch meine Gefühlswelt zu beschreiben:
Der Vorlauf lief schon etwas wackelig ab, bei der Stabübergabe blickte ich zu früh nach vorne und musste somit zwei Mal nach dem Holz greifen. Das war ein Fehler und sollte im Finale besser werden. Ich wollte meine Augen also erst nach vorne richten, wenn ich das Holz in meiner Hand sehe. Gesagt getan und der Wechsel hat gepasst. Jedoch kam dann etwas womit ich nie gerechnet hätte. Ein Jamaikaner und ein Pole standen vor mir auf der Bahn und versperrten mir den Weg. Wer schon einmal in solch einer Situation war kann sich gut vorstellen, dass in diesem Moment nicht mehr viel gedacht werden kann. Ich folgte also meinem Gefühl und wurde bitter enttäuscht. Krach bum zack ... Ich fand mich flach auf dem Boden wieder und wusste sofort, das was gerade passiert ist kann nicht gut sein. Ich stand auf und rannte los! Weit ab vom Schuß kam ich mir wie in einer One-man-show vor und wollte das Staffelholz einfach so schnell wie möglich an Bastian Swillims übergeben. Bastian rannte los wie die Feuerwehr doch es war leider nichts mehr zu machen.
